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Gemeindebrief Juli – August 2026

Liebe Leser,

wie wäre es, wenn ich heute schon die Lotto-Zahlen von morgen wüsste? Oder wenn ich wüsste, wie die nächsten 10 Fußballweltmeisterschaften ausgehen werden? – Wenn einer von uns das alles wüsste, wie würde das die Welt verändern? Wie wäre es, wenn wir heute schon wüssten, wer im Kampf um diese Welt gewinnt? – Der Teufel versucht durch viele fiese Methoden möglichst viele Menschen auf seine Seite zu bekommen. Er manipuliert sie mit Versprechungen, die er nicht einhält. Er zieht sie in seine Abhängigkeit, indem er ihnen übernatürliche Kräfte verkauft. Er nutzt Kriege, Drogen, Habgier und Machtspiele um Menschen zu zerstören. Er nutzt unsere persönlichen Schwächen schamlos aus.

Auf der anderen Seite bietet Gott dem Menschen seine Liebe und seine Gemeinschaft an. Ein spannendes Rennen ist im Gange. Der Kampf um die Seelen der Menschen. – Wer wird gewinnen, der Teufel oder Gott? – Weil Gott über Raum und Zeit steht, weiß er schon längst, wie es ausgeht. Und weil ER uns anbietet seine Kinder zu sein, sagt er seinen Kindern auch, wer gewinnt. Und zwar durch Gottes Wort: Jesus ist der Sieger. Er hat den Teufel besiegt. Durch seinen Tod am Kreuz und durch seine Auferstehung hat er den Teufel Schach-Matt gesetzt. Wenn wir Jesus nachfolgen, dann sind wir im Team mit dem Sieger! Darum wird es im Folgenden gehen: Jesus ist der Sieger! Und damit ist er sozusagen unser Teamchef, den wir jetzt näher kennenlernen werden.

In den Versen vor Johannes 16,23, also ab Vers 16, spricht Jesus von seinem Sterben und Auferstehen. Er sagt voraus, dass die Welt sich über sein Fortgehen freut, aber die Jünger traurig sein werden. Trotzdem wird sich ihre Traurigkeit in Freude verwandeln. Jesus bringt das Beispiel von der Geburt eines Kindes. Johannes 16 Verse 21+22:
21„Es wird so sein wie bei einer Frau, die ein Kind bekommt: Sie macht Schweres durch, doch sobald ihr Kind geboren ist, sind Angst und Schmerzen vergessen. Sie ist nur noch glücklich darüber, dass ihr Kind zur Welt gekommen ist. 22 Auch ihr seid jetzt sehr traurig, aber ich werde euch wiedersehen. Dann werdet ihr froh und glücklich sein, und diese Freude kann euch niemand mehr nehmen.“
Interessant ist, dass Jesus sagt: ich werde euch wiedersehen. Jesus ist der, der handelt. Er macht uns glücklich. Und niemand kann uns diese Freude nehmen. Genau hier schließen sich die Verse oben an.

Jesus gibt sich in den Versen 23-28 ganz deutlich als der Sohn Gottes zu erkennen. Er wird sterben und auferstehen. Der Auferstandene wird sie wiedersehen. Jesus hat am Kreuz die unüberwindbare Lücke zwischen Gott und Mensch beseitigt. Er ist der einzig wahre Lückenbüßer. Er hat sein Blut vergossen. Er hat für unsere Sünde gebüßt. Der Weg zu Gott ist frei! Die Jünger können im Namen Jesu direkt zu Gott kommen (Verse 23+24). Wenn Jesus den Jüngern als der Auferstandene begegnet, wird es keinen Zweifel mehr geben, dass er der Sohn Gottes ist. Er braucht nicht mehr in Gleichnissen wie z.B. vom Weingärtner reden. Dann werden die Jünger an der Herrlichkeit Jesu sehen, wer der Vater im Himmel ist. Es ist Jahwe, der sich in seinem Sohn Jesus den Menschen gezeigt hat.

(Vers 25) Und wieder geht es um das Gebet. Beten ist reden mit Gott. Gott freut sich, wenn wir alles mit ihm besprechen. Nur so können wir mit ihm eines Sinnes sein. Und dann hat Egoismus keinen Platz mehr. Echte Nachfolge ist ganze Hingabe. Dann werden wir das bitten, was im Sinn Gottes ist. Und im Namen Jesu, das heißt in seiner Vollmacht gesprochen, wird der Vater das Gebet erhören.

(Verse 26-28) Spätestens jetzt haben es die Jünger gecheckt. Jesus war Gottes Sohn bevor er in Bethlehem geboren wurde. Er war beim Vater. Er kam in die Welt um die Menschen zu retten. Er wird wieder zum Vater zurückgehen. Jesus ist der Sieger über die Sünde. Jesus ist der Sieger über den Tod. Jesus ist das Leben!

Mit Jesus als Chef unseres Lebens ist uns der Sieg sicher! Lebe jeden Tag in dieser Gewissheit, sie wird dich ermutigen!

Euer Pastor Timon Fuchs

Gemeindebrief April – Mai – Juni 2026

Liebe Leser,


Paulus schreibt also diese Worte in seinem zweiten Brief an die Gemeinde in Korinth. Wie war damals dort die Situation? Korinth war eine Handelsstadt am Meer. Es war eine Kulturstadt mit ungefähr 700.000 Ein­wohnern. Es gab dort Kunstschulen, Redner­säle und Schulen der Philosophie. Der Aufschwung von Kultur und Reichtum hielt jedoch den sittlichen Niedergang nicht auf. Im Gegenteil: Ausdrücke wie „korinthisches Gelage“, oder „korinthischer Trinker“ waren sprichwörtlich.

Die Gemeinde in Korinth wurde von Paulus gegründet. Er betreute sie ungefähr zwei Jahre lang. Die Mitglieder der Gemeinde waren hauptsächlich Juden­christen. Außer ihnen gab es auch einige gläubige Heiden. Paulus spricht über konkrete Schwierigkeiten der Gemeinde.
Im ersten Brief an die Korinther geht es vorwiegend um die Ordnung in der Ge­meinde. Im zweiten Brief steht der Dienst für den Herrn im Vordergrund.


In welchem großen Zusammenhang steht nun 2. Korinther 8,9? Die Kapitel 1-7 dienen zur Klärung von verschiedenen Missver­ständnissen in der Gemeinde, wie z.B. Kirchenzucht, Leiden und Belohnung im Dienst für den Herrn. Kapitel 8 und 9 be­schreiben den besorgten Apostel. Er sorgt sich um eine Hilfeleistung für die Urgemeinde in Jerusalem. Verse 1-15 aus dem 8. Kapitel zeigen das Vorbild der mazedonischen Christengemeinden (Tipp: Kapitel 8, 1-15 lesen).


In diesen Versen begründet Paulus seinen Spendenaufruf nicht mit der herrschenden Not. Er begründet die gebende Liebe von Christus her. Die Gemeinden von Maze­donien sind Vorbilder für die Korinther damals und für uns heute. In allen Verfolgungen und Nöten wächst ihre Freude. Sie leben ein Leben im Geist Christi. Die Frucht des Geistes ist auch Freude und göttliche Liebe. Wachstum in dieser Liebe ist sichtbar. Der Glaube der Christen aus Mazedonien ist bewährt. Er ist echt. Sie bleiben nicht bei sich und ihrer eigenen Not stehen. Sie behalten den Blick für die Not der Geschwister. Sie freuen sich, dass sie helfen können. Ihre Gebefreudigkeit beruht auch auf der Gnade, die sie empfangen haben. Gott wirkt durch seinen Geist an ihnen. Die göttliche Liebe wird zur Tat.

Wie sieht unsere Liebe zu Gott aus?
Jesus Christus kam in diese Welt auf einzigartige Weise. Er wurde von der Jung­frau Maria geboren. Deshalb haben wir im Dezember Weihnachten gefeiert. Jesus lebte als Gottes Sohn fehlerlos auf dieser Erde. Er starb am Kreuz, um unsere Fehler vor Gott in Ordnung zu bringen. Danach ist Jesus von den Toten auferstanden und in den Himmel aufgefahren. Jesus bietet heute jedem von uns ewiges Leben an. Wir alle haben vor Gott nichts aufzuweisen. Unvollkommenheit trennt uns von Gott. Jeder von uns hat den ewigen Tod verdient.


Und jetzt wird uns die Gnade angeboten. Was ist denn Gnade? Gnade ist das Zerreißen eines Schuldscheines. Dieses Zerreißen kann ich mir nicht selbst verdienen. Wenn es um Gerechtigkeit geht, dann muss alle Schuld bezahlt werden. Wenn aber Gnade da ist, dann wird die Schuld erlassen. (Vers 9 lesen).


Jesus ist der König aller Könige. Er verließ seinen unermesslichen Reichtum. Er verließ seine allmächtige Stellung als Gott. Er wurde Mensch. Er wurde arm, obwohl er doch eigentlich als Sohn Gottes unvorstellbar reich ist. Er wurde arm wegen uns! Um uns reich zu machen. Wer Jesus aufnimmt, bekommt von ihm auch die Fähigkeit ein Kind Gottes zu werden. Das sagt uns die Bibel. Und Gottes Kinder sind reich. Sie haben einen Schatz im Himmel. Jesus hat mich reich gemacht. Seine Gnade ist mir bekannt. Ich bin dankbar für dieses große Geschenk. Gott erfüllt mein Herz mit Liebe, Dankbarkeit und Freude. Jesus starb aus Liebe zu den Menschen. Er gab sein Leben. Er lebte für die Armen, Kranken und Verachteten. Jesus Christus wurde arm, um uns reich zu machen.


Nun sind wir an der Reihe, die reich zu machen, die ärmer sind als wir. Wir können unsere Zeit Menschen zur Verfügung stellen, die unsere Hilfe brauchen. Unser Geld kann Menschen in Not retten. Wir selbst sind gefordert, durch unsere Worte und Taten, Menschen den Weg zu Gott zu zeigen. Nur so können wir Menschen wirklich reich werden. Dankt Gott für seine Gnade und nimm sie in dich auf! Alles was du hast und bist hat Gott dir gegeben! Er hat dir mehr gegeben als du wirklich brauchst.


Euer Pastor
Timon Fuchs

Gemeindebrief Januar – Februar – März 2026

ALLES NEU
Wort des FeG-Präses zur Jahreslosung 2026

Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu! 1 Offenbarung 21,5

„Gott spricht.“ Das lässt aufhorchen. Er lässt den Seher Johannes wissen, was jetzt wichtig ist. In einer Vision sieht er Gott auf einem Thron. Was für ein Entgegenkommen, dass Gott seine Botschaft in Worte und Bilder kleidet, die wir verstehen können! ,,Schreibe!“, sagt er dem Seher. Die Gemeinden sollen erfahren, was Gott zeigt. Das Schreiben soll die Runde machen und die Zeiten überdauern. Was für ein Wunder göttlicher Kommunikation! Der himmlische König kann wahrhaftig alles neu machen.

DIE BEDRÄNGTEN

Die Offenbarung des Johannes hat frühe Gemeinden vor Augen, die unter Druck standen. In den „Sendschreiben“ (Kap. 2+3) werden lrrlehrer genannt, die in den Gemeinden wirkten. Von außen machte den Gemeinden der zunehmende Kaiserkult Mühe. Kaiser Domitian (81-96) ließ sich seit 85 n. Chr. ,,unser Herr und Gott“ nennen. Das konnten und wollten die Christen des ersten Jahrhunderts nicht mitmachen. Der Platz auf dem göttlichen Thron ist vergeben. Und so gerieten sie in die Rolle von Oppositionellen. Je größer der Druck, umso erlösender wirken diese Worte: ,,Siehe, ich mache alles neu!“

DIE SCHÖNSTEN BILDER

Wenn alles neu wird, bleibt nichts mehr beim Alten: Ein neuer Himmel und eine neue Erde werden geboren. Das Meer, ein Sinnbild für Chaos, Bedrohung und Gottesferne (Offenbarung 13, 1 !) muss seine Toten herausgeben (20, 13) und dann verschwinden (21, 1 ). Was zurückkehrt, ist Wasser des Lebens (22, 1-2). Alles blüht und trägt Früchte, was mit diesem Wasser in Berührung kommt (22,2). Und Gott wird der Mittelpunkt dieser neuen Schöpfung sein (21,3). Er selbst ist so hell und strahlend, dass es keine Sonne mehr braucht, um sich zurechtzufinden.

Hier gibt es keinen Anlass mehr fürTränen, Angst und Geschrei. Der große Schmerz der Welt wird ein Ende haben. Vieles vergeht mit dieser Welt. Es hat dort keine Bedeutung mehr, wo alles neu wird. Das ist der Grund, warum die Erlösung durch Jesus Christus der einzige Weg in diese neue Welt Gottes ist. Sie befreit von allem, was vergehen muss, weil es in Gottes Gegenwart nicht existieren kann: Sünde als Trennung von Gott ist dort undenkbar, wo Gott allgegenwärtig ist. Fixierung auf uns selbst ist undenkbar, wo Anbetung Gottes so selbstverständlich wie das Atmen ist. Unbarmherzigkeit ist unvorstellbar, wo jeder und jede nur aus einem einzigen Grund anwesend sind: weil Gott gnädig ist. Der Tod ist dort undenkbar, wo das Leben unbegrenzt ist. Weil wir alle zutiefst in diese Dinge verstrickt sind, ist Erlösung Gottes Wunsch für jeden Menschen. Und der einzige Weg hinein in seine neue Schöpfung. Sie verschafft uns einen Vorgeschmack auf Gottes „alles neu“ und hat am Kreuz und im leeren Grab bereits begonnen.

VON VORNE LEBEN

Das sind gute Aussichten! Der Kosmos geht nicht auf seinen Untergang zu, sondern auf seine Vollendung. Deshalb ist die Zukunft Hoffnungsland. Christen sind erlöste Jesus­Nachfolger und Menschen der Hoffnung. Sie leben von den besten Aussichten und auf sie zu. Das macht einen Unterschied für das alltägliche Lebensgefühl. Je stärker und konkreter die Hoffnung, umso höher die Widerstandskraft bei Gegenwind. Je stärker die Hoffnung, umso ausgeprägter die Fähigkeit, Unsicherheit und Mehrdeutigkeit auszuhalten. Christsein ist ein Leben, das von der Zukunft beeinflusst ist. Es ist ein Leben von vorne.
Für ein Leben von vorne steht der Ausgang fest und hat schon begonnen: Alles wird neu! Davon lasse ich mich jetzt schon inspirieren. Dieses Leben hier ist der Auftakt zur großen, ewigen Symphonie Gottes. Die wenigen Noten sollen Lust machen auf mehr. Menschen sind für mehr geschaffen als für dieses Leben-es wird hier nicht vollständig. Wir können in Raum und Zeit nicht ausschöpfen, was wir uns im Geiste ausmalen und erhoffen. Es zu versuchen, kann einem sogar den Frieden rauben, als die Erfüllung bringen. Deshalb versuche ich, von vorne zu leben, und warte ich auf den einen, der zu Recht sagt: ,,Siehe, ich mache alles neu.“

Henrik Otto
Präses des Bundes Freier evangelischer Gemeinden
praeses.feg .de