August / September 2018

Geduldig Warten

Gedanken zu Jakobus 5,7-9

Liebe Leser!

Im Jakobusbrief Kapitel 5 Vers 7 werden die Christen aufgerufen geduldig zu sein: „Haltet also geduldig aus, liebe Geschwister. Wartet auf das Wiederkommen des Herrn. Seht, wie der Bauer auf die köstliche Frucht der Erde wartet und sich ihretwegen geduldet, bis sie den Herbst- und Frühjahrsregen bekommt.“

Wir sollen Geduld haben, auch wenn Ungerechtigkeit und Lieblosigkeit unser Umfeld bestimmen. Und wie lange sollen wir geduldig sein?
Wann wird der Unfriede und Egoismus ein Ende haben?
Jakobus sagt: Wartet auf das Wiederkommen des Herrn.
Dann wird alles gut.
Und er malt uns ein Bild aus der Landwirtschaft vor Augen: „Seht, wie der Bauer auf die köstliche Frucht der Erde wartet und sich ihretwegen geduldet, bis sie den Herbst- und Frühjahrsregen bekommt“.

Der Bauer kann die Frucht nicht selbst produzieren. Wenn Gott keinen Herbstregen schenkt, gibt es keine Winterfrucht. Und ohne Frühjahrsregen, keine Sommerfrucht.
In Israel waren Herbst- und Frühjahrsregen Gnade Gottes. Der Bauer war davon abhängig.
Gott ist es, der die Frucht schenkt. Gott ist es auch, der die Ungerechtigkeit der Welt beseitigt. Für uns heißt es: Geduldig warten!

Und das nicht nach dem Motto: „Die Hoffnung stirbt zuletzt“
Weil Jesus wiederkommt, wird sich die Hoffnung erfüllen.
Vers 8 lesen wir: „So habt auch ihr Geduld und fasst Mut, denn das Kommen des Herrn steht bevor.“
Jakobus weiß, wie schwer es ist geduldig zu sein. Zu langes Warten führt schnell zur Enttäuschung. Wie schnell lassen wir uns entmutigen. Wir lenken uns ab und verlieren unser Vertrauen. Unser Glaube wird schwach. Deshalb ermutigt uns Jakobus: habt Geduld! Fasst Mut! Das Kommen des Herrn steht bevor!
Ja, ja, kenn ich schon. Vor 2000 Jahren haben die schon gesagt, dass Jesus wiederkommt, aber bis heute ist noch nichts passiert. Was soll ich mich verrückt machen? – Ich werd das eh nicht erleben!
Doch! Du wirst es erleben! Die Wiederkunft Jesu wird jeder erleben! Ob Du vorher gestorben bist oder nicht!

Und dann kommt es darauf an, wie Du gelebt hast. Wartest Du auf Jesus?
Lebe ich so, dass Jesus jeden Augenblick wiederkommen darf?
Wie sieht das praktisch aus?
Jakobus sagt: Vers 9: „Jammert nicht übereinander, liebe Geschwister. Ihr wollt doch nicht gerichtet werden. Seht, der Richter steht schon vor der Tür!“

Dieses Jammern meint das anklagende Stöhnen oder Schimpfen über unerwünschte Verhältnisse. Hat der andere mehr als ich? Ist er gesünder? Fällt ihm das Lernen leichter? Geht er uns mit seiner Einfalt auf die Nerven? Ärgern mich seine Schwächen? Oder machen mich seine Stärken neidisch?

Mit solchen Fragen und Gedanken, ob wir sie aussprechen oder nicht, klagen wir an. Wir werden unzufrieden. Unser Wesen versinkt in Dunkelheit. Wir blockieren uns selbst und den Heiligen Geist.
„Jammert nicht übereinander, liebe Geschwister. Ihr wollt doch nicht gerichtet werden.“
Jesu Wiederkunft ist Erlösung und Gericht.

Zufrieden, geduldig und dankbar auf das erlösende Kommen Jesu warten, das ist richtig. Viel besser als jammernd, neidisch und unzufrieden auf den Richter warten.

Ich wünsche Euch von Herzen einen fröhlichen, dankbaren, geduldigen und zufriedenen Lebensstil.

Euer Pastor Timon Fuchs