Oktober / November 2018

Warten lohnt sich

Gedanken zu Jakobus 5,10-11

Liebe Leser!

Der besonders aufmerksame Leser hat es schon entdeckt. Das ist ja eine Fortsetzung vom letzten Mal, da ging es doch auch ums Warten. Ja genau und zwar um: Geduldig warten.
Und Jakobus schreibt folgendermaßen weiter:

10 Nehmt euch die Propheten, die im Namen des Herrn gesprochen haben, als Beispiel. Wie standhaft haben sie ihre Leiden getragen.
11 Ihr wisst ja, dass wir die glücklich preisen, die durchhalten. Von der Standhaftigkeit Hiobs habt ihr gehört und gesehen, wie der Herr ihn am Ende belohnt hat. Der Herr ist voller Mitgefühl und Erbarmen.

Nehmt euch die Propheten als Beispiel. So kann einer reden, der genau weiß, dass seine Leser das Alte Testament super gut kennen. Welchen Prophet kennen wir denn aus dem Alten Testament?
Mir fällt spontan Jesaja ein – und dann gab es noch seinen Kollegen Jeremia. Wen gab es denn da sonst? – Stimmt, die vielen kleinen Propheten von denen fällt mir Jona ein. Die haben alle im Namen des Herrn gesprochen – oh ja, geduldig waren die auch meistens. Und die haben oft warten müssen. Warten, dass das Volk glauben würde oder sich etwas ändert. Und bis die Prophetien sich erfüllt haben, das hat auch oft gedauert.
Und Leiden mussten die auch ganz schön. Das Volk wollte nicht hören. Sie haben sich über die Propheten geärgert. Nicht selten gab es Streit, Schläge oder es ging ihnen ans Leben. Und oft haben sie mit dem Volk mitgelitten, gerade weil es nicht einsichtig war. Doch sie waren standhaft.
Selbst wenn sie verfolgt wurden oder in Lebensgefahr schwebten waren sie Gott treu.
Wenn ich nur an Elia denke, wie er von Isebel und Ahab bedroht wurde. Wie er in die Wüste flüchtete. Obwohl er am Ende seiner Kräfte war hielt er an Gott fest.
Oder der Prophet Daniel. Wie eindrücklich wird uns seine Standhaftigkeit bezeugt. Ob es darum ging keine anderen Götter anzubeten oder: Ob er trotz Todesandrohung seine Gebetszeiten einhielt.
Bei genauerem Hinsehen finden sich viele solche Vorbilder im Alten Testament.

11 Ihr wisst ja, dass wir die glücklich preisen, die durchhalten.
Jakobus spricht hier in Vers 11 von „wir“. Wen meint er denn? –
Er spielt auf die Seligpreisung Jesu in Matthäus 5 an, wo es heißt:
10 Wie glücklich sind die, die man verfolgt, weil sie Gottes Willen tun, / denn sie gehören dem Himmelreich an! 11 Wie beneidenswert glücklich seid ihr, wenn sie euch beschimpfen, verfolgen und verleumden, weil ihr zu mir gehört. 12 Freut euch und jubelt! Denn im Himmel wartet ein großer Lohn auf euch. Und genauso haben sie vor euch schon die Propheten verfolgt.“

Also Jakobus und sein Bruder und Retter Jesus Christus ermutigen uns zum durchhalten!

Zum Abschluss nennt uns Jakobus den leidgeprüften Hiob.
Vers 11 – Na dann Prost – Mahlzeit. Wer möchte gerne durchmachen, was der hinter sich hat. Sicher keiner von uns.
Aber wenn einer ein Vorbild von Standhaftigkeit ist, dann er.
Von der Standhaftigkeit Hiobs habt ihr gehört und gesehen, wie der Herr ihn am Ende belohnt hat. Der Herr ist voller Mitgefühl und Erbarmen.
So wie Jahwe am Ende den Hiob belohnt hat, wird er sich auch über uns erbarmen.

Das Warten lohnt sich!

Gottes Wort hat es uns versprochen und Jakobus begründet seine Aussage mit dem Wesen Gottes: Der Herr ist voller Mitgefühl und Erbarmen
Auch wenn die Gegenwart Geduld von uns verlangt. Es lohnt sich durchzuhalten.
Wenn ich mich gebeutelt fühle sag ich manchmal: Das Leben ist hart, die ersten 100 Jahre.
Warten kann oft sinnlos erscheinen. Erwarten hat ein Ziel. Wir warten auf IHN. Lasst uns geduldig und fröhlich die Ankunft Jesu erwarten!
Das Beispiel von Hiob zeigt, dass das Leiden ein Ende haben wird. Gott führt uns durch Leid in die Herrlichkeit. Für jeden, der Gott treu ist, wird die herrliche Gemeinschaft mit IHM nie zerstört werden.
Ich freu mich über meine Beziehung zu Jesus und natürlich auch auf die ewige Gemeinschaft mit IHM im Himmel!

Euer Pastor Timon Fuchs