Die Krise ist nicht das Ende

Die Krise ist nicht das Ende. In der Corona-Krise hat jeder von uns unterschiedliche Belastungen. Den Einen belastet die Sorge, ob er seinen Arbeitsplatz behalten wird. Der Andere hat Angst sich anzustecken, weil er daran sterben könnte. Einsamkeit macht sich in der vermehrten Isolation breit. Der Nächste hat Angst um seine Kinder oder Enkel. Auch Versorgungsängste greifen um sich. Wird es auf lange Sicht genug Lebensmittel, Klopapier und Medikamente geben. „Was mach ich nur, wenn am Ende vom Geld noch so viel Monat übrig ist?“

Wir Christen brauchen uns keine Sorgen machen. Wir haben den liebenden Vater auf unserer Seite, der für uns sorgt (1. Petrus 5,7).

In der Bibel im Neuen Testament lesen wir von Jesus und seinen Jüngern. An Karfreitag haben wir über Jesu Tod am Kreuz nachgedacht. Die Jünger hatten schon viele Höhen und Tiefen mit Jesus erlebt. Aber das was da abgelaufen ist, dass ihr Meister am Kreuz stirbt, das ist wirklich der Tiefpunkt ihrer Nachfolge. Alle Hoffnung ist dahin. Die Jünger sind in der Krise. Jesu Gefangennahme hat sie schon auseinandergetrieben und jeden Einzelnen in die Krise gestürzt. Aber jetzt? Hatte nicht Jesus selbst gesagt, er sei das Leben? – Und jetzt ist Jesus tot. – Wie passt das zusammen?

Für die Jünger dauerte es einige Zeit, bis sie den Zusammenhang von Kreuzigung, Ostern, Himmelfahrt und Pfingsten verstanden. Sie mussten es erst noch in den folgenden 6 Wochen erleben und verarbeiten.

Einige Jahre später hat Paulus diese Ereignisse und ihre Bedeutung so zusammengefasst: 2. Korinther 5,14-21

14 Denn die Liebe des Christus umfängt uns, wenn wir erklären: Einer ist für alle gestorben, also sind sie alle gestorben. 15 Er ist für sie gestorben, damit sie nicht mehr für sich selbst leben, sondern für den, der für sie gestorben und auferweckt worden ist. 16 Deshalb beurteilen wir jetzt niemand mehr nach menschlichen Maßstäben. Auch wenn wir Christus früher so angesehen haben, so tun wir das jetzt nicht mehr.

17 Wenn also jemand mit Christus verbunden ist, ist er eine neue Schöpfung: Was er früher war, ist vergangen: Sieh doch, etwas Neues ist entstanden! 18 Aber das alles kommt von Gott, der uns durch Christus mit sich selbst ausgesöhnt und uns aufgetragen hat, anderen mit dieser Versöhnung zu dienen: 19 Gott war in der Person von Christus, als er durch ihn die Menschen mit sich versöhnte. Er rechnete ihnen ihre Verfehlungen nicht an und übergab uns die Botschaft der Versöhnung. 20 So sind wir nun Botschafter für Christus, und es ist Gott, der durch uns mahnt. Wir bitten im Auftrag von Christus: “Nehmt die Versöhnung an, die Gott euch anbietet!” 21 Er hat den, der ohne Sünde war, für uns zur Sünde gemacht, damit wir durch ihn zu der Gerechtigkeit kommen, mit der wir vor Gott bestehen können.

Einer für alle! Jesus ist für alle gestorben. Wir rufen das aus und sagen es weiter, weil die Liebe Jesu unser Leben bestimmt. Jesus bietet durch seinen Tod an, für alle gestorben zu sein. Und warum ist Jesus gestorben? Damit wir uns nicht mehr um uns selbst drehen. Damit der Egoismus uns nicht zerstört. Damit wir nicht für immer in der Gottesferne leben. Damit unser Leben vollkommen wird. Damit wir für Jesus leben können. Er ist nicht nur für uns gestorben. Er ist auch auferweckt worden.
Als Kind Gottes sehe meinen Nächsten durch den Heiligen Geist nicht mehr nach menschlichen Kriterien. Wir sehen unsere Mitmenschen im Lichte Gottes. Auch von Jesus sehen wir nicht nur die irdische Seite, sondern auch die göttliche. Paulus hat bevor er Kind Gottes wurde, nur die irdische Seite Jesu gesehen. Er hat Jesus als Lehrer gegen den jüdischen Glauben eingeordnet und hat ihn bekämpft. Aber nach seiner Umkehr hat er klar die göttliche Seite Jesu gesehen. Er hat das Kreuz und die Auferstehung verstanden. Das Frühere ist vergangen – Neues ist geworden. Den Ursprung dieser Wende hat Gott gewirkt. Wer mit Jesus lebt, ist vor Gott gerecht. Da gibt es nichts dran zu rütteln. Jesus hat seine Nachfolger vor Gott gerecht gemacht, weil Jesus sündlos am Kreuz ihr Sündenkonto stellvertretend gelöscht hat.

Das ist Hoffnung in der Krise. Die Corona-Krise bietet uns die Chance anderen Menschen zu helfen. Mit ihnen versöhnt zu leben. Ihnen die Hoffnung der Versöhnung vorzuleben und weiter zu sagen. Nutzen wir die Krise, um unsere Lebensweise zu hinterfragen. Sind wir bereit uns auf neue Werte zu besinnen? Was trägt unser Leben bis ins ewige Leben? Jesus ist die Antwort, weil ER das Leben ist! Das habe ich erlebt. Dafür stehe ich!

In Liebe

Pastor Timon Fuchs