Okt. / Nov. / Dez. 2020

Liebe Leser!


Im letzten Gemeindebrief haben wir die Verse 3-5 aus dem 1. Petrusbrief betrachtet. Es ging um die „sichere Hoffnung“.
Die Verse 6-9 habe ich überschrieben mit: „Bewährter Glaube rettet“
Wer sich die Verse 3-5 nochmal angeschaut hat, ruft sich ins Gedächtnis, was für eine wundervolle Zukunft uns versprochen wird. Na, welche Reaktion ist darauf richtig? Grund zur Freude! Jubeln ist angesagt!!! Auch wenn es schwere Zeiten gibt, so sind doch Gottes Geschenke 1000x wertvoller.


Das ewige Erbe übertrifft alle zeitlichen Prüfungen, Krankheiten und Pandemien. Hier wird nun das Beispiel der Goldreinigung gebracht. Ich habe als Jugendlicher mit Blei und Zinn gearbeitet. Bevor ich die Zinnsoldaten gießen konnte, musste das Metall flüssig gemacht werden.
Wenn noch Unreinheiten enthalten waren, setzten sie sich als Schlacke oben ab. Die musste ich dann abschöpfen, damit das edlere Metall gut verarbeitet werden konnte. Bei diesem Prozess ging es heiß her. Das Material wurde weniger, weil nur das Gute verwendet werden konnte.
So soll sich auch unser Glaube bewähren. Alles was unrein ist, wird im Reinigungsprozess abgeschöpft. Da müssen wir vielleicht liebgewordene Gewohnheiten aufgeben, weil sie unserem Glauben im Weg stehen. Unser Glaube ist wertvoller als Gold. Standhaftigkeit ist gefragt.

Durch Nöte und schwere Zeiten hindurchgehen an der Hand Jesu. Auf Gott hören. Mit ihm reden. Ihm gehorchen. Es ist gut, wenn wir uns gegenseitig ermutigen. Dann ist es leichter gemeinsam ans
Ziel zu kommen.

Deshalb ist es wichtig, dass wir Zeit miteinander verbringen. Geistlicher Austausch und gemeinsames Gebet ist mehr Wert als Gold (Ende Vers 7). In den letzten beiden Versen wird Zeit und Ewigkeit nebeneinander gestellt. Jetzt in der Zeit sehen wir Jesus nicht. Aber in der Ewigkeit sehen wir ihn. Und dieser Ausblick in die zukünftige Herrlichkeit erfüllt unser Herz mit Freude. Christen sind keine hoffnungslosen Fälle. Im Gegenteil. Unsere sichere Hoffnung und unser bewährter Glaube werden unsere endgültige Rettung zur Folge haben (Vers 9).
An Karfreitag denken wir daran, was Jesus für uns getan hat. Er hat sich ans Kreuz schlagen lassen für unsere Gottlosigkeit. Er hat sein Blut vergossen. Damit hat er unsere roten Zahlen bei Gott gelöscht.

Wenn ich das persönlich im Glauben annehme, habe ich eine sichere Hoffnung. Diese Hoffnung wird mein Leben verändern. Ich folge Jesus nach! Das heißt nicht, dass alles im Leben rosig sein wird. Es wird auch schwere Zeiten geben. Aber ich weiß, dass Prüfungen dazu dienen, meinen Glauben zu stärken. Sie helfen mir Gott zu verherrlichen (vgl. Römer 8,14-18). Ich bin ein Kind Gottes. Es ist wichtig für mich, mein Leben mit Blick auf das Ziel zu leben. Ich sage es immer wieder
gerne: Das Leben ist hart, die ersten 100 Jahre. In dem kurzen Satz steckt meiner Ansicht nach viel Weisheit. Es ist wie bei der Führerscheinprüfung. Eine relativ kurze Phase Stress und dann
kann ich entspannt fahren. Im Verhältnis zum ewigen Leben ist die irdische Lebenszeit verschwindend gering. Wenn ich auch in schwierigen Zeiten meines Lebens auf Gott vertraue, bewährt sich mein Glaube. Wie das Sprichwort sagt: Man wächst mit der Aufgabe. Und dann werde ich auch die endgültige Rettung erleben. Lassen wir uns anstecken von der Freude und dem Jubel, den wir durch die Beziehung zu Jesus haben!


Euer Pastor Timon Fuchs

Gemeindebrief 173 Okt/Nov/Dez 2020 Herunterladen
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