JULI-AUGUST-SEPTEMBER 2021

Unbezahlbare Werte!

2. Korinther 4,13 Doch weil wir denselben Geist des Glaubens besitzen, von dem es in der Schrift heißt: “Ich vertraute auf Gott, darum habe ich geredet”, so glauben auch wir und darum reden wir auch. 14 Denn wir wissen, dass der, der den Herrn Jesus auferweckt hat, auch uns mit Jesus auferwecken und zusammen mit euch vor sich hintreten lassen wird. 15 Das alles geschieht für euch, damit immer mehr Menschen von der Gnade Gottes erreicht werden und den Dank zur Ehre Gottes vervielfachen. 16 Deshalb verlieren wir nicht den Mut. Denn wenn wir auch äußerlich aufgerieben werden, so werden wir doch innerlich jeden Tag erneuert. 17 Denn die kleine Last unserer gegenwärtigen Not schafft uns ein unermessliches ewiges Gewicht an Herrlichkeit – 18 uns, die nicht auf das Sichtbare starren, sondern nach dem Unsichtbaren Ausschau halten. Denn alles, was wir jetzt sehen, vergeht nach kurzer Zeit. Das Unsichtbare aber hat ewig Bestand.

Liebe Leser!

Im letzten Gemeindebrief habe ich an dieser Stelle vom unsichtbaren Schatz geschrieben (2.Korinther 4,7-12). Es ging dabei um die Herrlichkeit Christi, die wir als „Tongefäße“ in uns tragen. Wir sollen durch diese Herrlichkeit ein Licht für unsere Umwelt sein, damit noch viele Menschen das wahre Leben in Jesus finden.

Hier schließen sich die Verse oben an. In den Versen 13 und 14 sind wir gedanklich ganz nah am Ostergeschehen. – Jesus wurde auferweckt. Paulus weiß, dass er auferweckt wird und er spricht es auch den Korinthern zu. Gemeinsam werden sie vor Jesus stehen. Und Paulus macht keinen Unterschied. So nach dem Motto: Ich hab aber mehr gelitten, deshalb darf ich mehr oder früher oder besser. Interessant ist, dass Paulus nicht glaubt, dass Jesus auferweckt wurde, sondern er weiß es. Weil er Jesus gesehen hat weiß er, dass Jesus lebt. Weil die Jünger Jesus gesehen haben, wissen sie, dass Jesus auferstanden ist. Weil Gott in der Geschichte sichtbar wirkt und es dafür so viele Zeugen gibt, wissen wir, dass Jesus lebt. Es gibt immer Menschen, die die Wahrheit nicht wissen wollen. Wir haben die Wahrheit der Auferstehung Jesu erkannt. Wir feiern an Ostern sein neues Leben. Das macht uns stark und füllt unser Herz mit der Frucht des Heiligen Geistes.

Das sind unbezahlbare Werte! – Halleluja! Danke, lieber Vater im Himmel für Deine Rettung! – (Vers 15 lesen).

Und hier laufen die Gedankenfäden von Paulus zusammen. Er erklärt den Korinthern, was das Ziel ist. Es geschieht für euch, damit immer mehr Menschen von der Gnade Gottes erreicht werden. Es geht nicht um Gericht. Es geht um Gnade. Gott will nicht möglichst viele Menschen verurteilen. Gott will, dass allen Menschen geholfen wird und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen. Und so werden nicht nur ein paar Wenige im Himmel ankommen. Sondern eine unzählbare Schar (Offenbarung 7,9+10).

Wir wissen, dass Gott das tun wird, auch wenn wir vielleicht nicht ahnen, wie er es tun wird. Und der Dank und die Ehre gilt Gott allein. (Verse 16-18 lesen). Wir haben gelesen, warum Paulus nicht mutlos wird. Weil Gottes ABER immer größer als unsere Schwierigkeiten ist. Weil Gott immer mehr Menschen mit seiner Gnade erreicht. Weil wir mit allen Geretteten einmal vor seinem Thron stehen werden. Da ist es nicht tragisch, dass wir äußerlich aufgerieben werden. Gottes ABER ist auch hier größer, denn wir werden innerlich jeden Tag erneuert. Mit dem äußeren Menschen ist nicht nur der Leib gemeint, sondern unser ganzes irdisches Wesen. Im Kolosserbrief spricht Paulus noch deutlicher. Er sagt, dass man den alten Menschen mit seinen Gewohnheiten ablegt und den neuen Menschen anzieht, welcher ständig erneuert wird. So wird ja auch in der Taufe symbolisch nicht nur der Leib mit Christus begraben, sondern der ganze Mensch. Kinder Gottes sind eine neue Schöpfung. Das alte ist vergangen – alles ist neu. Wir wachsen täglich und sind im Himmel dann erwachsen. Wir kommen zu Vers 17 Denn die kleine Last unserer gegenwärtigen Not schafft uns ein unermessliches ewiges Gewicht an Herrlichkeit. Gewicht ist immer relativ. Ein Zentner Kartoffeln ist ganz schön schwer im Vergleich zu einem Kilo. Aber der gleiche Zentner Kartoffeln wirkt wie eine Kleinigkeit, wenn er sich in einem Güterzug mit weiteren 1000 Säcken befindet. Dann gibt es noch den Zeitfaktor. Unser Leiden ist zeitlich begrenzt. Die folgende Herrlichkeit ist ewig! Das Leben ist hart, die ersten 100 Jahre. Danach gibt es nicht nur 10.000 Jahre Herrlichkeit. Mehr als 10.000 x 10.000 Jahre. Unvorstellbar! (Verse 17+18 lesen). Um was geht es hier bei dem Sichtbaren und bei dem Unsichtbaren? Ist alles Sichtbare schlecht und alles Unsichtbare gut? – Dann wäre unsere schöne Welt schlecht? – Aber es ist doch die Schöpfung Gottes! Und Neid, Hass und Verachtung sind auch nicht sichtbar – soll das etwa gut sein? Was meint Paulus denn mit dem Unsichtbaren? Es geht um unterschiedliche Dimensionen. Im Alten Testament gibt es einen Bericht, der mich immer wieder zum Staunen bringt. Da können wir etwas über Dimensionen lernen, die wir normalerweise nicht wahrnehmen.

(2. Könige 6,8-23 lesen!)

Unsere Augen können die vielen Dimensionen, die Gott geschaffen hat nicht wahrnehmen. Schon der Sündenfall hat uns aus der Dimension der Gegenwart Gottes verbannt. Schluss mit Paradies! Das Paradies ist immer noch da, aber für uns nicht mehr wahrnehmbar. Interessant ist, dass im Alten Testament das Wort für Himmel immer in der Mehrzahl genannt wird. Schon im Schöpfungsbericht im ersten Vers der Bibel heißt es: „Im Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde“ – das wird in der Fußnote der Elberfelder Bibel dann auch erklärt.

Wie viele Himmel oder Dimensionen es gibt wissen wir nicht. Salomo hat es in seiner Weisheit in 1.Könige 8,26 so ausgedrückt: „Siehe, der Himmel und aller Himmel Himmel können dich nicht fassen“. Ausschau halten nach dem Unsichtbaren, nach den unbezahlbaren Werten!

Das Sichtbare ist vergänglich. Das für uns nicht Sichtbare ist für uns da. Seine Gegenwart schafft Sieg, Frieden und Geborgenheit. Schon jetzt erleben wir Christi Liebe, Freude und seine Herrlichkeit in unseren Herzen. Die Ehre sei unserem Gott! –

Euer Pastor Timon Fuchs