April-Mai-Juni 2023

Liebe Leser!

Eine wahre Liebesgeschichte mit happy end!

Vergleichbar mit der Geschichte von einem Ehe-Paar, das sich kennenlernt, verliebt, verlobt und geheiratet hat.

Gott hat uns Menschen geschaffen. Er liebt jeden einzelnen von uns. Die Bibel ist sein Liebesbrief an uns. Sie beschreibt, wie Gott in der Menschheitsgeschichte seine Liebe zeigt. Und wir lesen, wie Menschen auf seine Liebe reagieren. Der Höhepunkt dieser Liebe gipfelt in Jesus Christus. Jesus ist der Sohn Gottes. Gott der Vater ist stolz auf seinen Sohn und stellt sich liebevoll hinter ihn (2.Petr.1,17). Jesus ist mit seinem himmlischen Vater immer eng verbunden. Jesus sammelte Schüler um sich. Er zeigte ihnen wie Liebe praktisch aussieht und dass Liebe keine Grenzen hat.

Gott ist fehlerlos und vollkommen. Das war Jesus auch. Kein Mensch konnte von sich aus Gemeinschaft mit Gott haben. Doch dann hat Jesus in seiner Liebe zu uns das Unglaubliche getan. Er hat die Strafe für unsere Fehler durch seinen Tod am Kreuz bezahlt. An Karfreitag denken wir genau an diese Tatsache. Das klingt eher nach einem Drama; Gottes Sohn, der die Liebe Gottes in seinem Leben ausgelebt hat, wird getötet? Selbst der Hauptmann unterm Kreuz hat gesagt: „Wahrlich das ist Gottes Sohn gewesen.“ Das Ende. Jesu Leiche wurde in ein Leinentuch gewickelt und in ein Grab gelegt. Ein großer Stein verschloss das Felsengrab. Der Stein wurde versiegelt und Wachen wurden aufgestellt. Wenn die Bibel an dieser Stelle zu Ende wäre, dann hätten wir kein happy end. Was wir dann an Ostern feiern, lesen wir in der Bibel im Matthäusevangelium Kapitel 28:

1 Als aber der Sabbat vorüber war und der erste Tag der Woche anbrach, kamen Maria von Magdala und die andere Maria, um nach dem Grab zu sehen. 2 Und siehe, es geschah ein großes Erdbeben. Denn der Engel des Herrn kam vom Himmel herab, trat hinzu und wälzte den Stein weg und setzte sich darauf. 3 Seine Gestalt war wie der Blitz und sein Gewand weiß wie der Schnee. 4 Die Wachen aber erschraken aus Furcht vor ihm und wurden, als wären sie tot. 5 Aber der Engel sprach zu den Frauen: Fürchtet euch nicht! Ich weiß, dass ihr Jesus, den Gekreuzigten, sucht. 6 Er ist nicht hier; er ist auferstanden, wie er gesagt hat. Kommt her und seht die Stätte, wo er gelegen hat; 7 und geht eilends hin und sagt seinen Jüngern, dass er auferstanden ist von den Toten. Und siehe, er wird vor euch hingehen nach Galiläa; dort werdet ihr ihn sehen. Siehe, ich habe es euch gesagt. 8 Und sie gingen eilends weg vom Grab mit Furcht und großer Freude und liefen, um es seinen Jüngern zu verkündigen. 9 Und siehe, da begegnete ihnen Jesus und sprach: Seid gegrüßt! Und sie traten zu ihm und umfassten seine Füße und fielen vor ihm nieder. 10 Da sprach Jesus zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Geht hin und verkündigt es meinen Brüdern, dass sie nach Galiläa gehen: dort werden sie mich sehen.

Es ist ein Tag nach dem Sabbat, also Sonntag. Frauen sind unterwegs zum Grab. Die Erde bebt. Das erste Osterwochenende vor rund 2000 Jahren ist übersät mit Naturereignissen und Wundern. An Karfreitag die Finsternis, der Vorhang im Tempel zerreißt von oben nach unten und die Erde bebt. Und jetzt am Sonntag schon wieder! Doch jetzt wird es richtig krass. Ein Bote aus einer anderen Dimension wird für die Frauen sichtbar. Eine grelle Erscheinung mit weißem Gewand. Wir erinnern uns an Weihnachten, da kamen die Engel und es wurde hell. Oder bei der Verklärung Jesu. Sein Angesicht leuchtete hell. Die Frauen am Grab sehen also einen Engel. Die Wachen sind handlungsunfähig. Der Engel spricht sie mit Worten an, die sie von Jesus her gewohnt waren: Fürchtet euch nicht! Eine vertraute Anrede. In dieser ungewöhnlichen Situation war das sicher klärend. Jetzt wussten sie, dass sie der Lichtgestalt vertrauen konnten. Und auch wie sie es von Jesus her kannten, wusste der Engel über die aktuelle Situation Bescheid. Er kannte außerdem ihre Gedanken. Er geht auf ihre Fragen ein, bevor sie sie aussprechen: Ich weiß, dass ihr Jesus, den Gekreuzigten, sucht. 6 Er ist nicht hier; er ist auferstanden, wie er gesagt hat. Kommt her und seht die Stätte, wo er gelegen hat; – Jesus ist wahrhaftig auferstanden! Wie schon gesagt: Jesus Christus, Gottes Sohn war ohne Fehler. Und die Menschen damals und heute können keine Gemeinschaft mit Gott haben, weil sie nicht so leben wie es Gott gefällt. Diese Lücke hat Jesus geschlossen, indem er für unser fehlerhaftes Wesen am Kreuz bezahlt hat. Doch das ist nicht das Ende. Gott hat dieses Opfer Jesu angenommen und durch die Auferstehung besiegelt. Diese gute Nachricht sollten die Frauen, die ans Grab kamen, weitersagen (Verse 7 und 8 lesen). Mit Furcht und großer Freude gingen sie weg. Bei der Größe und Macht Gottes, die sie erlebt hatten, steckte ihnen der Schreck sicher in den Gliedern. Aber sie freuten sich auch darüber, dass ihr Meister, Jesus, lebt und er ihnen begegnet ist. Jesus erfüllte das prophetische Wort des Engels (Verse 9 und 10 lesen). Die Auferstehung Jesu war kein Einfall von den Frauen, die ein leeres Grab erklärt haben.

Ohne die Auferstehung Jesu ist unser Glaube ein Trauerspiel. Paulus hat das in 1. Korinther 15 so erklärt:

16 Um es noch einmal zu sagen: Wenn die Toten nicht auferstehen, ist auch Christus nicht auferstanden. 17 Und wenn Christus nicht auferstanden ist, ist euer Glaube eine Illusion; die Schuld, die ihr durch eure Sünden auf euch geladen habt, liegt dann immer noch auf euch. 18 Und auch die, die im Glauben an Christus gestorben sind, sind dann verloren. 19 Wenn die Hoffnung, die Christus uns gegeben hat, nicht über das Leben in der jetzigen Welt hinausreicht, sind wir bedauernswerter als alle anderen Menschen.

Es ist schön zu wissen, dass Jesus auferstanden ist. Wir und auch unsere Väter haben erlebt, dass Jesus heute lebt. Seine Hilfe und Gegenwart habe ich auch oft erfahren. Das ist Grund zum Feiern. Das ist Grund zur Freude. Wir können Gemeinschaft mit Gott haben, wenn wir das Opfer Jesu für uns annehmen. Wenn wir das tun, dann gehören wir ganz zu Jesus und auch wir werden auferstehen.

Ich freue mich, dass wir am Ostersonntag gemeinsam die Auferstehung Jesu feiern!

Herzlichst grüßt Euch,

Euer Pastor Timon Fuchs