Jan. / Feb. / März 2021

Danach wandte sich Jesus an alle: „Wer mir nachfolgen will, darf nicht mehr sich selbst in den Mittelpunkt stellen, sondern muss sein Kreuz täglich auf sich nehmen und mir nachfolgen. Wer sich an sein Leben klammert, der wird es verlieren. Wer aber sein Leben für mich einsetzt, der wird es für immer gewinnen. Denn was gewinnt ein Mensch, wenn ihm die ganze Welt zufällt, er aber dabei sich selbst verliert oder Schaden nimmt? Wer sich schämt, sich zu mir und meiner Botschaft zu bekennen, den wird auch der Menschensohn nicht kennen, wenn er in seiner Macht und in der Herrlichkeit des Vaters und der heiligen Engel kommen wird.“

Lukas 9,23–26 (nach der Übersetzung „Hoffnung für alle“)

Liebe Leser!

Weihnachten liegt hinter uns. Wir haben über das Kommen Jesu nachgedacht. Jesus Christus ist Gottes Sohn. Er war beim Vater im Himmel, bevor er als armes Kind in diese Welt kam. War es das wert, das alles aufzugeben? Wir gehen so langsam auf Karfreitag und Ostern zu. Manche von uns entscheiden sich in der Passionszeit (40 Tage vor Ostern) auf etwas zu verzichten (z.B. auf Schokolade, Süßigkeiten, Kaffee) oder sogar zu fasten. Sie nehmen sich besonders Zeit, über das Leiden und Sterben Jesu nachzudenken.

In den nächsten Zeilen beschäftige ich mich mit der Frage:

Hat das Leiden einen Wert?

Gott hat die Welt geschaffen. Am Anfang der Bibel erfahren wir: Er hat sie ohne Leid geschaffen. Es war alles sehr gut. Doch der Mensch hat die Beziehung zu seinem Schöpfer zerstört. Die Gottesferne hat uns Menschen Leid und Tod gebracht. Vorher gab es keinen Tod. Es gab keine Trauer. Es gab kein Unglück, keinen Unfall. Es gab keine Krankheit und keine Schmerzen. Erst seit der Mensch keine Gemeinschaft mehr mit Gott hat, kam all das Übel über ihn. Und noch mehr: Der Mensch denkt nur an sich. Der Egoismus sorgt dafür, dass andere leiden.

Ist Gottes Weg mit den Menschen hier zu Ende? Die Antwort lautet: NEIN! Gott sei Dank, hört Gottes Weg mit uns nicht mit dem Sündenfall auf. Das Leid und der Tod sind die Folge unserer Rebellion gegen Gott und damit die gerechte Strafe für unseren Ungehorsam. Da gibt es kein: „Warum lässt Gott das zu“? Die Frage muss heißen: „Warum fragst Du nach Gottes Hilfe, wenn Du Dich gegen ihn entschieden hast“? Es ist nicht ungerecht, wenn Gott nicht hilft! Kein Mensch hat ein Recht auf Gottes Hilfe! Wenn es um Gerechtigkeit geht, sind wir alle hilflos verloren. Gott ist gerecht und rein. Der Mensch ist ungehorsam und egoistisch. – Da gibt es keinen gemeinsamen Nenner!
Wir denken an Weihnachten daran, dass Gottes Sohn Mensch wurde. In der Passionszeit erinnern wir uns an sein Leiden.

Das Leiden Christi!

Warum kam Gottes Sohn in diese Welt und hat gelitten? Weil er Dich liebt! Jesus kam in diese Welt, um mit seinen geliebten Geschöpfen Gemeinschaft zu haben! Er war sündlos. Er hätte nicht leiden müssen. Er hätte auch nicht sterben müssen. Er hatte immer eine perfekte Gemeinschaft mit seinem Vater im Himmel. Außer in einem Moment – und das war am Kreuz. Als er sprach: Mein Gott, warum hast du mich verlassen? Jesus hat aus Liebe zu uns gelitten. Unsere gerechte Strafe hat er durch seinen Tod bezahlt. In dem Moment, wo er sein Leben als Opfer dargebracht hat, lag die Sünde der ganzen Welt auf ihm. Da konnte Gott keine Gemeinschaft mit ihm haben.

Und der Tod war die Strafe dafür. Gott hat dieses Opfer angenommen, indem er seinem Sohn neues Leben gab. Leiden und Sterben ist eine Folge vom Ungehorsam gegen Gott. Alle Menschen haben den Tod verdient. Warum lässt Gott das zu? – Weil es gerecht ist! Aber Gott war in seiner Liebe gnädig. Und Gnade ist ungerecht. Es gibt kein Recht auf Gnade. Gnade ist ein Geschenk, das sich niemand verdienen kann.

Für Christus leiden!

Christen leiden auf zwei Arten. Es gibt Leid, das natürlich ist: Wenn ich mir mit dem Hammer auf den Finger haue, leide ich. Das sind Folgen von meinem unvollkommenen Wesen. Auch Krankheit und Unfall gehören dazu. Christen haben keinen Freibrief gegen Krankheit und Leid. Dem Corona-Virus ist egal, ob ich eine Beziehung zu Gott habe oder nicht. Wenn Gott heilt, ist es Gnade. Auf diese Gnade gibt es keinen Anspruch. Das ist anders als bei der Sündenvergebung. Die hat Gott versprochen. 1.Johannes 1,7: „Wenn wir jedoch im Licht leben, so wie Gott im Licht ist, sind wir miteinander verbunden, und das Blut Jesu, seines Sohnes, reinigt uns von aller Sünde.“ Bei Krankheit gibt es keine allgemeingültige Verheißung. Selbst Paulus war krank und wurde nicht geheilt. Gott hat ihn an die Gnade der Gotteskindschaft erinnert – das sollte ihm genügen. Paulus hat auch nicht jeden Kranken heilen können. Sogar seinen Mitarbeiter Trophimus musste er krank zurücklassen (2.Timotheus 4,20). Gott hat uns Hilfe und Trost versprochen.

Dann gibt es aber noch das Leiden für Christus. Immer dann, wenn wir benachteiligt werden, weil wir Jesus nachfolgen. Oder wenn wir auf unser Recht verzichten, weil wir Jesus lieben (siehe die Verse aus Lukas 9). Leiden um Jesu willen ist das Leiden, was ewigen Wert hat. Weil wir alles gewonnen haben durch Jesu Sieg am Kreuz, können wir auch alles einsetzen für unseren Vater im Himmel. Hier vereinigen sich Liebe, Leid und Dank. Wie schreibt es Paulus in 2.Korinther 4,16 +17: „Darum geben wir nicht auf. Wenn auch unsere körperlichen Kräfte aufgezehrt werden, wird doch das Leben, das Gott uns schenkt, von Tag zu Tag erneuert. Was wir jetzt leiden müssen, dauert nicht lange und ist leicht zu ertragen in Anbetracht der unendlichen, unvorstellbaren Herrlichkeit, die uns erwartet.“

Das Leiden hat einen Wert, wenn wir mit Jesus leben und für ihn leiden. Und in der Ewigkeit werden wir nicht mehr leiden!

Ich schließe mit einem Vers aus Offenbarung 21,4: „Er wird alle ihre Tränen trocknen, und der Tod wird keine Macht mehr haben. Leid, Klage und Schmerzen wird es nie wieder geben; denn was einmal war, ist für immer vorbei.”

Euer Pastor Timon Fuchs

Achtung Terminänderungen in der Zeit vom 10.-17-01.2021

(Termine finden nicht, wie im Gemeindebrief abgedruckt, statt)

„Lebenselixir Bibel“

Die Arbeitsgemeinschaft christlicher Gemeinden in Freital lädt im Rahmen der Allianzgebetswoche, vom 10.-16. Januar 2021 zu Themen- und Gebetsgottesdiensten ein. Diese Woche findet bundes- und weltweit zum 175. Mal statt und steht unter dem Thema: „Lebenselexir Bibel“.

Der Start ist am Sonntagmorgen, den 10.01.21 um 10 Uhr in der Christuskirche Deuben (An der Kirche 10). Mittwoch und Donnerstag findet das Treffen jeweils um 19 Uhr in den Räumen der Freien evangelischen Gemeinde statt. Aufgrund der Corona-Situation mit Abstands- und Hygieneregeln kann es leider nicht an allen ursprünglich geplanten Orten der Stadt durchgeführt werden.

In dieser Zeit gibt es aber auch Online- und TV-Angebote zur Allianzgebetswoche, die auf der Internetseite ead.de ausgesucht werden können.

Hinweis: am Sonntag 10.01.2021 kein Gottesdienst in der FeG, Dresdner Str. 72